Kraftwerke / Unterwerke

Das Kraftwerk Litzirüti

Das Kraftwerk Litzirüti nutzt die Wasserkraft der Plessur zwischen dem Ausgleichsbecken Isel und der Kantonsbrücke unterhalb Litzirüti auf einem Bruttogefälle von 176 m. Die Anlage ist für eine Wassermenge von 3 m3/s ausgelegt. Das bereits früher bestehende Ausgleichsbecken in der Isel wurde dabei mittels Aufstau um 3,20 m (Kote 1606,00 m. ü. M.) von einem Nutzvolumen von rund 50'000 m3 auf 270'000 m3 vergrössert. Die 1'461 m lange Hangleitung verläuft entlang der linken Talseite und führt das Wasser zum Wasserschloss oberhalb Litzirüti. Von dort bis zur Zentrale fliesst das Werkwasser durch eine Stahldruckleitung (Länge 997 m). Die horizontalachsige Maschineneinheit, bestehend aus einer Francisturbine mit Generator, hat eine installierte Leistung von 4,7 MW und produziert rund 20 Mio. kWh pro Jahr. Am 20. Dezember 1968 nahm das neue Kraftwerk seinen Betrieb auf. Im Oktober 1982 konnte mit einer Stauzielerhöhung um 35 cm das Speichervolumen des Stausees Isel um wertvolle 35'000 m3 auf 305'000 m3 erweitert werden.

In der Energieversorgung des Schanfiggs übernimmt das Kraftwerk Litzirüti die Funktion der Spitzenlast-Deckung


Das Kraftwerk Lüen

Das Kraftwerk mit der Wasserfassung im Wehr Pradapunt unterhalb von Molinis, dem Freispiegelstollen nach Lüen (Länge 2'470 m) zum dortigen Wasserschloss und den zwei Druckleitungen (je 710 m Länge) zur Zentrale Lüen (2 Maschinen à 1'500 PS und 1 Maschine à 750 PS) nahe dem Flusslauf der Plessur wurde im Laufe der Zeit erweitert. Nachdem die Verhandlungen mit der Stadt Chur um einen neuen Konzessionsvertrag scheiterten, unterbreiteten die Konzessionsgemeinden des Kraftwerks Molinis-Lüen (St. Peter, Molinis, Pagig, Lüen und Tschiertschen) der Gemeinde Arosa 1975 eine Anfrage, ob und zu welchen Konditionen die Gemeinde an einer Übernahme und dem Betrieb dieser Kraftwerkanlagen interessiert wäre. Durch diese Anfrage der Verleihungsgemeinden erlangte die Sicherung der Energieversorgung des Schanfiggs und des Kurorts einen entscheidenden Impuls. Diese Lösung stellte eine optimale Nutzung der Wasserkraft im Schanfigg sowie eine ausreichende und sichere Versorgung über eine Konzessionsdauer von 80 Jahren in Aussicht. Die Stimmbürgerschaft nahm an der Urnenabstimmung vom 2. März 1980 diese Vorlage mit 659 Ja zu 53 Nein deutlich an. Per 1. Oktober 1983 übernahm das Elektrizitätswerk den Betrieb des Kraftwerks Lüen.

Am 24. April 1988 wurden bei einer Kontrolle der Laufräder der Maschinengruppen 1 und 2 grosse Materialabtragungen festgestellt, die eine sofortige Stilllegung der beiden Maschinengruppen erforderten. Dieses Ereignis war zugleich der Startschuss für die 1. Sanierungsetappe des Kraftwerks Lüen mit dem Ersatz der Maschinengruppen 1 und 4 durch eine neue Maschine, dem Bau einer neuen Druckleitung und diversen baulichen Anpassungen. Am 16. Mai 1990 konnte die neue Maschinengruppe 1 mit einer Leistung von 3,7 MW an das Netz gehen.

Unterwerke

Die beiden Unterwerke Tomeli und Neubach in Arosa und das Unterwerk Forsch in Lüen bilden einen Eckpfeiler für eine sichere Energieverteilung im Schanfigg. In den Unterwerken wir die Spannung von 60'000 Volt auf die Verteilspannung von 10'000 Volt transformiert und den Trafostationen zugeführt.



 

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